Relaunch
Website-Relaunch: Die Checkliste für Inhalte, URLs und Kontaktwege
25.9.2026 | 6 Min
Welche Informationen und Zugänge vor einem Relaunch gesichert werden sollten und wie Sie vermeidbare Fehler beim Wechsel erkennen.
Vorher: Inhalte und Zugänge erfassen
Sichern Sie die bestehende Website und sammeln Sie die relevanten Zugänge: Domain, Hosting, Redaktionssystem, Search Console und vorhandene Messung. Halten Sie fest, wem die Konten gehören und wer Änderungen ausführen darf. Erstellen Sie eine Liste der bestehenden URLs und ihrer Inhalte. Besonders wichtig sind Seiten, die passende Suchanfragen, Besuche oder Anfragen erhalten. Fehlen Verlaufsdaten, dokumentieren Sie diese Lücke. Sie lässt sich später nicht durch Vermutungen über den früheren Erfolg ersetzen.
Entscheiden: Verbessern oder neu bauen?
Ein unklarer Einstieg oder ein defektes Formular erfordert nicht zwangsläufig ein neues System. Vergleichen Sie gezielte Verbesserungen mit einer vollständigen Neuentwicklung. Für die Entscheidung zählen Pflegeaufwand, technische Grenzen, Inhalte, Gestaltung und Kontaktwege. Legen Sie fest, welches Problem der Relaunch lösen soll. Bewährte Inhalte und erkennbare Stärken können erhalten bleiben. Ein neues Layout allein begründet weder bessere Rankings noch eine höhere Anfragequote.
Für jede veränderte URL ein passendes Ziel
Wenn sich Adressen ändern, braucht jede tatsächlich ersetzte Seite eine inhaltlich passende Zuordnung. Planen und prüfen Sie dauerhafte Weiterleitungen. Eine pauschale Umleitung aller alten oder unbekannten Adressen auf die Startseite hilft Besuchern selten weiter. Aktualisieren Sie interne Links, Canonicals und die Sitemap. Nicht jede 404-Adresse ist ein Migrationsfehler: Prüfen Sie zunächst, ob es die Seite früher tatsächlich gab und ob relevante Links oder Besuche vorliegen.
Vor dem Start: Kontakt, Mobilansicht und Indexierung
Prüfen Sie wichtige Seiten ohne Anmeldung und mit einem kleinen Bildschirm. Funktionieren Navigation, Formulare und Terminwege? Sind Staging-Sperren oder versehentliche noindex-Angaben entfernt, während interne Vorschauen weiterhin geschützt bleiben? Kontrollieren Sie Statuscodes, Seitenüberschriften und die endgültigen URLs. Testanfragen sollten mit dem Empfänger abgestimmt werden. Dokumentieren Sie Fehlerfälle ebenso wie erfolgreiche Abläufe. Eine Checkliste ist dann hilfreich, wenn jeder Punkt eine überprüfbare Beobachtung enthält.
Nach dem Start: beobachten und nachbessern
Notieren Sie den tatsächlichen Veröffentlichungstermin. Vergleichen Sie anschließend Suchanfragen, Zielseiten, Geräte und erfolgreiche Kontakte mit geeigneten Vorzeiträumen. Rankingbewegungen können beim Wechsel auftreten; eine Garantie auf unveränderte Positionen wäre nicht seriös. Kontrollieren Sie Weiterleitungen und Fehlermeldungen in den folgenden Wochen. Bei Auffälligkeiten hilft die Dokumentation dabei, technische Fehler von Nachfrageänderungen zu unterscheiden. Treffen Sie die nächste Entscheidung anhand nachvollziehbarer Daten statt anhand einzelner Google-Suchen.